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Der Name ist Programm - Übersetzung von Buch- und Filmtiteln


Vorsprung durch Technik – Rückschritt durch Werbung

One less thing to worry about ... or should that be fewer?

Oblique strategies and ‘translator’s block’

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Aktuelles

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Einige Beiträge in dieser Rubrik sind in englischer Sprache.

Der Name ist Programm - Übersetzung von Buch- und Filmtiteln (25.09.2020)

Einer meiner persönlichen Lieblingsautoren - aus dem deutschen Sprachraum und auch ganz allgemein - ist Stefan Zweig. Vor kurzem habe ich seinen Roman „Rausch der Verwandlung" wiederentdeckt. Er erzählt die Geschichte von Christine Hoflehner, einer Postassistentin aus einer Kleinstadt nahe Wien, der in den von Armut geprägten Zwischenkriegsjahren ein flüchtiger Aufstieg in höhere Gesellschaftsschichten gelingt.

Aber was hat das mit Übersetzung zu tun? Nun - aus beruflicher Neugier habe ich mich gefragt, ob dieses Buch je in die englische Sprache übersetzt wurde, und wie wohl in diesem Fall der Titel lauten würde. Wie ich herausfand, wurde es tatsächlich übersetzt, und der Titel lautet „The Post-Office Girl". Wer das Buch nicht gelesen hat, kann an dieser Stelle möglicherweise nicht ganz nachvollziehen, wie gelungen diese Übersetzung ist - in meinen Augen ist sie absolut perfekt. Auf den ersten Blick sieht man jedoch nur, dass sie keinerlei Ähnlichkeit mit dem deutschen Originaltitel aufweist. Schauen wir uns einmal genauer an, warum der Übersetzer diese Wahl getroffen haben könnte. Zunächst lässt sich festhalten, dass eine wortgetreue Übersetzung nicht wirklich funktioniert - „Intoxication of Transformation" klingt aufgrund der zwei langen Substantive und der wiederholten Endung auf „-ion" schwerfällig und unschön, und das Wort „intoxication" ist in Bezug auf das Sprachregister deutlich fachlicher als das deutsche Wort „Rausch". Des Weiteren weckt die Verschiebung des Fokus auf die Protagonistin - das „post-office girl" - eine gewisse subtile Erwartung und Spannung. Ähnlich prosaisch und doch faszinierend mutet der Titel des erst vor wenigen Jahren erschienenen Erfolgsromans „The Girl on the Train" an. Aber nicht jeder teilt meine Begeisterung für die Übersetzung des Titels von Stefan Zweig. Besonders interessant fand ich die folgende Kritik eines nicht deutschsprachigen Lesers in Bezug auf den Titel der englischen Romanfassung:

"Finally I'm unsure about the title. The original is Rausch der Verwandlung. The last word I know from Kafka, but a rough Google Translate gives the whole as Noise of the Transformation. Edwin Frank prefers The Intoxication of Metamorphosis, which makes more sense. Both are more enigmatic and striking than The Post-Office Girl to be sure. Then again, the chosen title has a blank simplicity which appeals too, and an irony in finally reducing Christine to her social role however hard she wishes to escape it ... Sometimes publisher knows best then."1

Hinter der Wahl des fremdsprachigen Titels einer Literaturübersetzung steckt so viel Kopfzerbrechen und Kontroverse, dass nicht selten der übersetzte Titel von späteren Verlegern geändert wird - vielleicht, um die Übersetzung zeitgemäßer zu machen, oder einfach, weil jemandem eine bessere Übersetzung eingefallen ist. Sofern das Werk nicht bereits unter dem ursprünglichen Titel sehr bekannt geworden ist, stellt dies in der Regel kein großes Problem dar. Eines der letzten Werke von Zweig (und ebenfalls ein hervorragendes Buch), die „Schachnovelle", wurde zum Beispiel in der englischen Fassung zunächst unter dem Titel „The Royal Game" veröffentlicht. Heute hingegen ist sie schlicht unter dem Titel „Chess" bzw. „Chess Story" erhältlich.

Aber im Titel dieses Blogs hatte ich ja nicht nur Buchtitel sondern auch Filmtitel versprochen! Hier also eine bunte Auswahl an interessanten deutschen Übersetzungen englischsprachiger Filmtitel (und umgekehrt) mit kurzem Kommentar von LingServe:

Cruel Intentions - Eiskalte Engel
Eine gelungene Alliteration, vielleicht sogar besser als der Originaltitel?

Lola Rennt - Run Lola Run
Ein Wort mehr macht im Englischen einen entscheidenden Unterschied und gibt dem Titel den passenden Rhythmus.

Bend it like Beckham (Englisch) - Kick it like Beckham (Deutsch)
Ja, das ist die deutsche „Übersetzung"! Wenn ein englischer Titel im Deutschen griffig und verständlich ist, wird er nicht selten einfach übernommen. Falls lediglich ein bestimmtes Wort nicht gängig genug ist, wird dieses gerne einfach durch ein geläufigeres ausgetauscht. Gelegentlich wird aber auch ein kompletter englischer Titel für die deutsche Fassung neu erfunden. Weitere Beispiele hierfür sind die Abwandlung von „Miss Congeniality", in „Miss Undercover" (Deutsch) oder die Umbenenung von „Bring It On" in „Girls United" (Deutsch). Die Produzenten waren hier wohl schlicht der Ansicht, dass die Begriffe „bend" und „congeniality" und der Ausdruck „bring it on" im deutschen Sprachraum nicht ausreichend bekannt sind.

Einer meiner persönlichen Favoriten ist der deutsche Titel „Bube, Dame, König, grAS" für den Film „Lock, Stock and Two Smoking Barrels". Meine Begeisterung rührt vermutlich daher, dass mich der Titel an einen meiner absoluten Lieblingsfilm- bzw. -buchtitel erinnert: Tinker Tailor Soldier Spy. Der Rhythmus dieser Wortkette und die abfallende Vokalfolge (ähnlich wie bei „Pingpong" oder „Schnickschnack") machen diesen Titel im Englischen besonders klangvoll. Der deutsche Titel erzielt durch die Spielkarten-Symbolik ebenfalls einen wirkungsvollen Steigerungseffekt.

Zu guter Letzt hier noch ein Beispiel für eine Übersetzung aus dem Deutschen ins Englische, bei der eine Prise künstliches „teutonisches Flair" untergemischt wurde: Der deutsche Film „Die fetten Jahre sind vorbei" wurde im Englischen mit „The Edukators" betitelt.

Abschließend stellt sich natürlich die Frage: Was heißt das für die Berufspraxis? Nun, allen Übersetzerinnen und Übersetzern, die diesen Blog lesen, empfehlen wir als Daumenregel, den Titel im Zweifel immer als Letztes zu übersetzen. Wenn man sich erst einmal gründlicher mit dem Inhalt und der Aussage des Zieltextes beschäftigt hat, kommt einem oft eine bessere Idee für den zielsprachlichen Titel, als eine schlichte wörtliche Übersetzung des Originals.

Bestimmt gibt es noch viele weitere gelungene Beispiele für kreative Titelübersetzungen in Film und Literatur - über weitere Vorschläge würden wir uns freuen! Besonders gute Beispiele werden sicher ihren Weg in zukünftige Blogposts finden.

1https://theasylum.wordpress.com/2008/07/26/stefan-zweig-the-post-office-girl

Vorsprung durch Technik – Rückschritt durch Werbung (04.09.2020)

Der renommierte deutsche Autobauer Audi geriet kürzlich aufgrund einer Werbeaufnahme ins Kreuzfeuer der Kritik, die wohl im besten Fall eine grobe Fehlkalkulation und im schlechtesten Fall schlichtweg geschmacklos war. Die Aufnahme zeigt ein kleines Mädchen, das - an den Kühlergrill eines knallroten neuen Sportwagenmodells des Herstellers gelehnt - eine Banane isst. Dass diese Symbolik fragwürdige Interpretationen geradezu einlädt, ist kaum übersehbar. Und nicht weniger berechtigt ist der Kritikpunkt, dass der Platz vor der Stoßstange eines Autos für ein Kleinkind, das kaum über die Kühlerhaube hinausragt, ein denkbar schlechter Aufenthaltsort ist. Vielleicht fragen Sie sich nun: Was hat sich Audi dabei gedacht? Auch von der stets wachsamen Nutzerschaft der sozialen Netzwerke hagelte es prompt Fragen in dieser Hinsicht. Was uns jedoch bei diesem Werbeplakat ins Auge fiel, war nicht unbedingt die fragwürdige Zweideutigkeit der Wort- und Bildwahl - obwohl wir als Dienstleister zweifellos auf dieses Problem hingewiesen hätten. Was uns nicht schmeckte war, wie stark der deutsche Ursprung im englischen Werbetext durchklingt.

Der heftig kritisierte Slogan zu der Aufnahme lautete: „Lets your heart beat faster - in every aspect." Man braucht keinen Röntgenblick für Englisch-Deutsch-Übersetzungen, um zu durchschauen, welcher deutsche Originaltext dem wohl zugrunde lag. Ganz richtig: „Lässt das Herz höherschlagen - in jeder Hinsicht." Höchstwahrscheinlich zumindest. Denn eine offizielle deutsche Originalfassung konnten wir leider nicht ausfindig machen. Trotzdem ist es ziemlich klar ersichtlich, dass sich diesen englischen Slogan ein deutscher Muttersprachler ausgedacht haben muss. Wie können wir uns da so sicher sein? Nun, die englische Formulierung ist nicht nur eine wortwörtliche Übersetzung einer gängigen deutschen Redewendung, sondern klingt in den Ohren jedes englischen Muttersprachlers zudem ziemlich ungelenk und unnatürlich. Aber schlau daherreden kann jeder: Wie hätten wir es besser gemacht? Dies gilt natürlich unter der Prämisse, dass der Text in Zusammenhang mit einem angemesseneren Bild verwendet worden wäre!

Der Ausdruck „Makes your heart skip a beat" wäre eine naheliegende Lösung, die der Herz-Metapher treu bleibt. „All your heart could desire" ist eine weitere Option, die sinngemäß auch gleich „in every aspect" mit abdeckt, aber vielleicht ein wenig abgedroschen klingt. „Lässt das Herz höherschlagen" lässt sich auch einfach durch ein passendes Verb wie „delight" oder „excite" wiedergeben. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt - aber die Auswahl, und bestenfalls auch die Freigabe, sollte stets durch qualifizierte Muttersprachler erfolgen. Knapp daneben ist auch vorbei - in der Werbebranche gilt diese alte Weisheit vielleicht mehr als in vielen anderen Bereichen.

Es ist kaum begreiflich, dass Unternehmen in der heutigen Zeit immer noch Nicht-Muttersprachler mit dem Verfassen fremdsprachiger Werbetexte betrauen. Der Problematik des gefährlichen Halbwissens haben wir bereits einen früheren Blog-Artikel gewidmet. Wie das von Audi verwendete Bild auch nur eine einzige Genehmigungsstufe überstehen konnte, ist relativ unerklärlich, aber vielleicht war das Bild an sich so kontrovers, dass darüber das zugegebenermaßen sekundäre Problem - der unelegante Werbetext - völlig übersehen wurde. Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass ein Mitglied des VW-Konzerns mit einer Werbekampagne gehörig ins Fettnäpfchen tritt. Die Firma, die es mit „Vorsprung durch Technik" womöglich als einzige geschafft hat, einen deutschsprachigen Slogan im Allgemeinwissen der englischsprachigen Welt zu verankern, sollte aus diesem Debakel eine Lehre ziehen. Oder am besten gleich mehrere, auf Wort- und Bildebene.

One less thing to worry about ... or should that be fewer? (03.04.2020)

Supermarkets are prominent in the news at the moment for reasons that none of us could have predicted even a few months ago, and have recently imposed an 80-item limit for online orders. One part of their in-store infrastructure that is perhaps not quite as busy as usual at present is the 'ten items or less' checkout. "Or less" as opposed to "or fewer" being the subject of endless grammatical debate. Yes, for this month's blog, we'll briefly hover on the pandemic but quickly segue into the bread-and-butter of the English language and its pitfalls. Bright and breezy rather than despondent and downhearted. We'll give a quick update on how the situation is affecting us at the end, but, just as with Brexit, it's essentially business - if not life - as usual at LingServe.

So, on with the blog: I (Richard) recently corrected myself when talking to my young son. The exact wording escapes me now, but - given his age - it was probably something like: "Please throw less pieces of food on the floor ... oh, I mean, fewer pieces!" My natural inclination was to say "less", and of course, "less" would be universally understood. And, bonus, it uses one less (or one fewer?) syllable than "fewer". But as we all know, "fewer" is technically correct. And talking of being corrected, "less" to "fewer" was one aspect of my work that I remember being changed relatively often in my early days at the company. Fifteen years or so later, I'm so highly attuned to it that I can spot a fewer/less mistake a mile off!

Here's a reminder of the basic rule, which boils down to whether you're talking about countable or non-countable nouns:

Prescriptive grammar dictates that "fewer" should be used instead of "less" with nouns for countable objects and concepts. "Less" should be used only with a grammatically singular or non-countable noun.

So, "I have fewer slices of cake than my sister" but "I have less money than my sister".

The phrase "grammatically singular" is key here. Money, for example, is by definition countable but is regarded (or counts!) as an uncountable noun. "Fewer money" is impermissible even colloquially. And it doesn't even work if you specify further: Try "Everything in this store costs £10 or fewer" for size. It's a similar case for distances: See: "The pub was fewer than 5 miles from here". Because 1, 2, 3 and 4 miles away are not the only options, it could be any fraction of either of them, you have to use "less". One of the quirks of the rule is that if you can break down a countable item into its constituent parts, you need to use "less" rather than "fewer". And interestingly, there is no "fewer" equivalent if you're going in the opposite direction. My sister has more slices of cake than me and, irritatingly, she has more money than me too!

Maintaining this balancing act between prescriptive and descriptive grammar is something that all writers have to grapple with. But resisting our natural urge to streamline and make our language more efficient is sometimes something that we just have to do. Perhaps the supermarkets could have just said "Maximum 10 items" to quash the debate at the outset ...

pedants revolt2.png

Coronavirus:
We have no insight or helpful commentary to add, and are just following government guidelines and doing our best to ensure that everyone stays safe. As it says in our German email signature right now:

Das Coronavirus hat uns zwar aus dem Büro verbannt, doch dank Home Office sind wir weiter in gewohnter Weise und ohne Einschränkungen für Sie da.

Oh and the answer to the question in the title? Well, it probably depends on how many things you had to worry about in the first place. Two or more than two? It's a pedant's world out there, people! And, no, using the correct grammar did not deter the food throwing ...

Oblique Strategies and ‘translator’s block’ (28.02.2020)

In the mid-1970s, Brian Eno and Peter Schmidt came up with a method for providing a jolt to artists struggling with creative block. They called their invention Oblique Strategies. The strategies take the physical form of a deck of cards featuring simple but sometimes also cryptic instructions designed to help relieve creative block and provide inspiration. Perhaps their best-known application was in David Bowie's Berlin trilogy of albums. Some of the strategies are particular to the music industry (Imagine the music as a moving chain or caterpillar), but most are not. You will find some examples here. They even helped with the composition of this blog, specifically one of the more prosaic instructions: Take a break! Even after the research had been synthesised and some initial ideas jotted down, the writing process didn't exactly flow freely. But it did after a short break, which perhaps chimes with another of the strategies: Slow preparation, fast execution.

As translators, we write for a living, but we perhaps unique in the field in that we are never (or at least rarely) faced with a blank page that needs filling. By definition, we always have something to work from. It seems to make writing this blog doubly difficult. The process throws us out of our comfort zone and into the ominous realm of composing for our own audience. A common tip for aspiring writers is to simply get something down on paper and work from there. We find a similar thing applies to the blog. The first draft is painful and hard work, but once it's done, we have our ‘source text’ to refine and improve.

Of course, blank pages are not our everyday bread and butter. Working on something that has already been written is. And that would, on the face of it, seem like the ultimate restriction. But it is perhaps the restrictions placed upon us that can inspire and indeed call for our greatest moments of creativity. The one-word heading containing an untranslatable German pun. The sentence stretching half a page containing a maze of clauses and subclauses. We can assure you that translator's block is a very real phenomenon and that we all have our various tips and tricks for resolving it, some of which perhaps align in spirit to Eno and Schmidt's Oblique Strategies. My personal favourite is simply asking a colleague or other person for their opinion. The metaphorical pulling of the How would someone else do it? card. Use unqualified people or perhaps even Tape your mouth (reversing the instruction in this case). Some of the Oblique Strategies are eerily relevant: Make something implied more definite. Germans love a passive construction, and making the implicit subject of the sentence explicit can make all the difference in translation. Some are less relevant of course: Do the words need changing? Well, yes, otherwise we wouldn't be stuck :)

I think we translators all use something similar to the Oblique Strategies in our day-to-day work, often perhaps without really thinking about it. Whether it's switching the order of the sentence around, turning verbs into nouns or nouns into verbs, removing fluff and filler or adding a little something to make a sentence sing, the amount of creative energy that goes into our work can sometimes be quite surprising - and surprisingly exhausting!

Business as usual (31.01.2020)

Heute tritt Großbritannien offiziell aus der Europäischen Union aus. Wir hier bei LingServe hätten uns gewünscht, dass unser Land ein vollwertiges und aktives Mitglied der EU bleibt, das den weiteren Entwicklungspfad dieser Staatengemeinschaft gleichberechtigt mit beschreitet. Aus dieser Ansicht haben wir nie einen Hehl gemacht. Doch wir akzeptieren, dass der Ausstieg sich nun vollzieht, und werden uns den veränderten Umständen anpassen, soweit dies erforderlich ist. Wir hoffen aufrichtig, dass aus den Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU in den kommenden Monaten und Jahren eine möglichst enge Beziehung erwächst.

Heute um Punkt Mitternacht (MEZ) beginnt nun die sogenannte Übergangsphase. Diese wird bis zum Ende des Jahres 2020 währen, sofern Premierminister Boris Johnson keine Verlängerung beantragt. In seinen bisherigen Äußerungen hat er diese Option kategorisch ausgeschlossen. Während der Übergangsphase unterliegt Großbritannien weiterhin dem EU-Recht, und im Allgemeinen sollte sich der private und berufliche Alltag in keiner Weise spürbar verändern. Natürlich ist der Brexit-Prozess an dieser Stelle noch bei Weitem nicht abgeschlossen – bis dahin sind noch zahlreiche Problempunkte zu lösen und Entscheidungen zu treffen. Was für ein Bild sich dann letzten Endes ergibt, ist derzeit weitgehend unabsehbar. Die genauen Bedingungen, unter denen Großbritannien sich von seinem größten und engsten Handelspartner trennen wird, sind also kurz gesagt noch unklar.

Im Rahmen des neuen Handelsabkommens zwischen Großbritannien und der EU oder auch im Falle eines No-Deal-Brexits (angesichts des knappen Zeitfensters für die Aushandlung eines Handelsabkommens und der strikten Ablehnung einer Verlängerung seitens der Regierung weiterhin möglich) könnten neue Zölle und Abgaben eingeführt werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir als Dienstleistungsanbieter von diesen betroffen wären, ist jedoch äußerst gering. Daher möchten wir unseren Kunden, freiberuflichen Partnern und allen anderen Mitgliedern der LingServe-Familie gerne versichern, dass das Geschäft von unserer Seite aus weiter seinen gewohnten Gang gehen wird. Wir möchten schlicht und einfach in unveränderter Weise unsere hochwertigen Leistungen für Unternehmen und Organisationen im deutschsprachigen Raum erbringen und sind uns derzeit keiner Hindernisse bewusst, die dieser Absicht im Wege stehen.

Falls Sie Fragen oder Bedenken in Bezug auf den Brexit oder unsere Dienstleistungen haben, können Sie sich gerne jederzeit an uns wenden.

Auf den heutigen Tag fällt abseits des politischen Geschehens aber auch ein freudiger Anlass – unsere Kollegin Louisa ist nun seit vollen 10 Jahren bei LingServe und das ganze Team wird dieses Jubiläum heute Abend gemeinsam feiern. Nach ihrem Studium an der University of Leeds arbeitete Louisa zunächst neun Jahre als Übersetzerin und Koordinatorin in der Inhouse-Übersetzungsabteilung des Software-Konzerns SAP in Walldorf. Am 1. Februar 2010 kam sie dann zu LingServe. Genau genommen gibt es sogar doppelt Grund zum Feiern, denn wir heißen auch unsere Kollegin Jana erneut im Team willkommen. Jana verließ das Inhouse-Team von LingServe im Jahr 2018, blieb uns aber in der Zwischenzeit als Freiberuflerin erhalten. Nun ist sie wieder voll ins Team eingestiegen und fühlt sich schon wieder pudelwohl!